Wir wünschen immer einen schnellen Schuh

„LGM – die Lauf–Initiative in Leiwen“
Nicht jagen oder fliehen wie ehedem sind die Beweggründe heute zu laufen, sondern die Lauf–Lust allein ist das Motiv für unser Zusammentun zur Gründung der Laufgemeinschaft Mittelmosel.“
urkunde
Man schreibt den 8. Dez. 1985, als einige Lauf – Enthusiasten zusammensitzen und diesen seltsamen Beschluss fassen, die lockere Lauf–Initiative auf – hoffentlich – stabile organisatorische Füße zu stellen, gleichsam die rechtliche Daseinsberechtigung zu erwirken. Diese Leute seien wegen der Folgen bis heute namentlich genannt; 
Jürgen Breiling (Mertesdorf), Ferdinand Kremer (Ensch), Rudolf Duppich, Stefan Köwerich, Albert Rosch, Ursula Schneider, Peter Scholtes (alle Leiwen). Dennoch sollte noch genau ein Jahr ins Land gehen oder – läuferisch ausgedrückt – sollten noch etliche Kilometer unter die Fü0e kommen, bis dem wirklich soweit war:  Gründung der LG Mittelmosel Leiwen am  9.  Dez. 1986.  Anwesend: 9 Aktive, 5 weitere hatten ihr Mittun zugesichert!
Die Vorstandsetage wird einstimmig per Akklamation so besetzt:
1. Vorsitzender: Albert Rosch
2. Vorsitzender: Ferdi Kremer
Schriftführer: Jürgen Breiling
Kassenwartin: Uschi Schneider
Beisitzer; Rudolf Duppich
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Erarbeitung der Satzung und Vorlage beim Amtsgericht Trier waren die nächsten rechtlichen Schritte, die die Realität der LGM fortan legitimierten. Gleichzeitig erfolgten Anträge um Aufnahme in Sportbund Rheinland und Leichtathletik – Verband Rheinland, die auch umgehend bestätigt wurden. Soweit die Rechtslage. 
Neben der Stabilisierung der bisher lockeren Laufgemeinschaft sollte ausdrücklich – so das erklärte Ziel – auch eine feste organisatorische Grundlage zur Durchführung des Mittelmosel Volkslaufs geschaffen werde. Denn dies war nötig geworden, sollte der Mi – Mo – Lauf am Leben bleiben, denn ihn gab’s schon seit 1984, zwar im wesentlichen von den gleichen Leuten inszeniert, aber unter dem Vereins – Titel der Tennis – Spielgemeinschaft Leiwen. Mit Start und Ziel im Bachtal und einer bescheidenen Organisation unter dem viel zu engen Dach des Tennishauses war 1984, just am 1. April – fast noch Gründerzeit der Lauf – Bewegung hierzulande – der 1. Lauf mit 68 Teilnehmern in Szene gesetzt worden. Die dritte Auflage 1986 erlebte ihren organisatorisch – chaotischen Höhepunkt mit strömendem Regen, so dass viele Läufer ohne oder zumindest nicht mehr lesbaren Startnummern nach 12 km das Ziel erreichten. Dass bei diesem Lauf die Feuerwehr nach Alarm unmittelbar vor Start fluchtartig verschwand, im engen Tal Verkehrschaos herrschte, der Computer Salat ausspuckte und die Hütte mit 165 Aktiven, die ungeduscht auf eine Ergebnisliste warteten und die Weinkönigin auch schlecht gelaunt war, kurz, dass bei dieser Situation seitens der Organisatoren nur die Flucht sinnvoll gewesen wäre, das kann wohl nur noch der nachvollziehen, der dabei war!
Diese Erfahrungen bedeuteten den zwangsläufigen Abschied aus dem idyllischen Bachtal und auch aus dem Dach der Tennis – Spielgemeinschaft, deren Helfer nicht mehr bereit waren, sich weiter für solcherlei „Fremdsportarten“ zu aktivieren. So wurde mit dem Umzug in bzw. an die Turnhalle bzw. Schulhof die Neugründung der LGM geradezu provoziert oder ertrotzt und von da an ging’s bergauf: mit Teilnehmern, mit der Organisation und vor allem mit dem Wetter! Vierzehn Tage vor Ostern, der Mi – Mo – Lauf – Termin als erster Straßenlauf der Region im Frühjahr, das ist seitdem ein Synonym für optimale Laufbedingungen! 
Was weitgehend über die Jahre geblieben ist: wir sind ein recht kleiner Verein mit 25 Aktiven, davon 5 wackeren Frauen und 10 Inaktiven, die aber alle überaus tatkräftig hinlangen, wenn es unsere Lauf Veranstaltungen zu organisieren gilt, eine Familie, die an einem Strang zieht, wenn es gilt! Und es gilt mehrmals im Jahr, doch davon an anderer Stelle mehr. 
Man hätte die Motivation zur Gründung unserer Truppe natürlich auch ganz anders beschreiben können, wie es ein ganz Großer der Lauf – Szene einmal ganz einfach gesagt hat, Emil Zatopek: „Fisch schwimmt, Vogel fliegt, Mensch läuft!“

Die Sportveranstaltungen
Mittelmosel – Volkslauf
oder Keine Siegerehrung ohne Weinkönigin
„Laufen und laufen lassen“ – das sind die beiden Pole, zwischen denen das LGM – Geschehen abläuft. Waren es zu allem Anfang die eigenen Aktivitäten einiger Lauf – Begeisterter der Region Mittelmosel zwischen Ensch, Klüsserath, Leiwen und Trittenheim, so drängte es diese Aktivisten doch bald, auch andere laufen zu lassen, und zwar in Leiwen.
Man schrieb das Jahr 1984, als so die erste Ausschreibung in Sachen Mittelmosel – Volkslauf die einzelnen Lauf – Freaks der Region aufschreckte, denn eine „Lauf – Szene“ gab es damals noch nicht. Zeitgleich mit dem ersten Trierer Stadtlauf sind wir – damals jedoch unter dem Vereinsmäntelchen der Tennis – Spielgemeinschaft Leiwen – mit dem Mi – Mo –VL eine der ältesten Initiativen der Lauf – Bewegung hierzulande, sozusagen organisatorische Pioniere in der Branche.
1.April 1984 – 1. Int. Mittelmosel – Volkslauf
Start/ Ziel: Tennishaus, Bachtal
Strecke: 9800 m über Weinbergsfluren
Teilnehmer: exakt 50, handgestoppt sowie handgemachte Ergebnisliste
Sieger: E. Hommes, TV Kröv, 33:20 Min
Der Anfang war gewagt. Organisatorische Unterstützung hatten wir durch SV Wintrich (E. Gerte ) und TV Kröv (L. Beißel), die uns weiterhin beistanden. Die zweite Auflage über 11.400 m am 17.03.85 sah 67 Teilnehmer am Start, die dritte schließlich am 20.04..86 bereits 165, aber das war auch schon das Positive! Unter widrigsten Wetter – und Orga – Bedingungen brach ein mittleres Chaos über uns herein, das dringend von weiteren Veranstaltungsversuchen hätte abraten müssen, hätte da nicht der Liebe Gott mit uns ein Einsehen und eine Menge Mitleid gehabt, indem er uns neue Ideen eingab:
1.)Gründung der LG Mittelmosel,
2.)Umzug mit der gesamten Veranstaltung Richtung Schulhof / Turnhalle / Grundschule.
Von da an ging’s bergauf! Lauf – und Orga – Struktur wurden völlig neu gestaltet: – 4 Laufstrecken im Angebot;  – 1.150m / 2.800m für Schüler; – 5.000m für Jugend und Anfänger; – Hauptlauf über exakt 10.000 m. Auswertung und Erstellung der Ergebnisliste nunmehr auf EDV – Basis – hier gebührt Rolf Zang ( VfL Traben – Trarbach ) Dank und Anerkennung für nimmermüden Einsatz über Jahre! – beschleunigten den Ablauf deutlich. Auch das Verpflegungsangebot in der Turnhalle wurde erheblich ausgeweitet und dank des fleißigen Teams um Uschi Schneider die Umsätze vervielfacht.
Auch der Grundschule gebührt Dank für ihr Raumangebot, nicht zuletzt auch der Verbandsgemeinde, denn mit der Turnhalle wurde der Aufschwung überhaupt erst denkbar.
Diese Entwicklung sollte die nächsten Jahre trotz kleinerer Orga – Pannen so fortgehen bei einer feststehenden verlässlichen Größe: seit 1987 bestes Wetter, inzwischen schon sprichwörtlich in der heimischen Lauf – Szene! Von Jahr zu Jahr steigende Teilnehmerzahlen bis zur bisherigen Rekord – Marke 1991 mit 616 Aktiven im Ziel. So ist der Mi – Mo – VL auch zu einer der größten Laufveranstaltungen der Region gewachsen.
Die sportlichen High – Lights stehen bei den Männern seit 1987 mit 30;52 Min, für Klaus Klären, TRI Gerolstein und David Renneisen, SE Orenhofen; den Frauenrekord hält seit 96 die Polin Joana Karpinska ( SC Stettin) mit 35:50 Min. Einen Schub nach vorne bedeutete der Umstieg auf eine leistungsfähigere EDV Anlage mit Ziel – Erfassung, Auswertung und Urkundendruck, hier ist Karin und Jupp Breiling, SV Fell, zu danken. Die Start– / Ziel – Situation konnte mit dem Einsatz des Runners Point – Mobils ab 1995 erheblich professioneller gestaltet werden, der Dank richtet sich an Frau Steffi Röder, Runners Point Trier. Auch das hat den Lauf weiter aufgewertet!
Während wir den Mi–Mo–Lauf 1991 in den „Mosel – Weinlauf – Cup“ mit Klotten und Koblenz – Lay mit eingebunden hatten, konnte 1995 und 96 zusammen mit SV Fell, SV Riol und TuS Mosella Schweich das sinnvolle Angebot eines „Roemischen Weinstrassenlauf – Cups“ gemacht werden, eine Werbe – Initiative, die sehr viel versprechend war! Ein notwendiges Wort in Sachen „Wein“ und Mi –Mo – Lauf‘ muss sein. Von Anfang an sollte diese Verbindung eine „Liebesbeziehung im Herzen der Mittelmosel“ sein, erhielt doch jeder Läufer bereites vorab seine Flasche Mosel – Riesling quasi als Motivations – Schub. Darüber hinaus war keine Siegerehrung ohne die zuständige Weinkönigin denkbar, die Siegern stets den Weinpokal reicht, fragt Willi Hermesdorf! Rund 600 Flaschen gingen außerdem im Rahmen der Siegerehrungen regelmäßig unter das Siegervolk.
Doch sollte der Mi –Mo – Lauf nicht die einzige Organisations – Offensive der LGM bleiben 18. Sept. 1988, Premiere  „Stefan–Andres – Freundschaftslauf  Schweich – Leiwen“ Ein Landschaftslauf pur in der vorherbstlichen Mosellandschaft mit Start am Niederprümerhof, Sitz der „Stefan– Andres – Gesellschaft“, die seitdem Mitveranstalter ist Ziel ist Zummethof nahe des Geburtshauses von Stefan Andres, dem Moseldichter, der von hier den Weg in die Welt gefunden hat.
Die Strecke selbst steht für 23,5 steile und flache Kilometer, 300 m Höhenunterschied, aber ohne Zeitstress, ein Lauf für Genießer, manchmal sogar „über den Wolken“, die tief im Moseltal liegen. Einzigartig aber auch das Flair hinterher bei „Schmieren und Viez“ wie zu Stefan Andres Zeiten. Mit Teilnehmern um die Hundert bleibt das Ereignis trotzdem familiär und bei der anschließenden Literatur – Tombola, von der Stefan – Andres – Gesellschaft angeboten, wird sogar mancher zum Stefan – Andres – Fan! Veranstalter – Lorbeeren erntete die LGM in ihrer bisher kurzen Karriere aber noch auf einem weiteren Feld. Man besaß den Mut, ein Lauf – Angebot zu machen, das schnell über die Region hinaus Akzeptanz erreicht:  „Roemischer Weinstrassen – Lauf“  über 7,5 – 15 – und 25 km. Ganze vier Auflagen wurden erreicht zwischen 1990 und 93, 91 sogar mit dem Titel „Rheinland – u. Rheinland–Pfalz Meisterschaften im Straßenlauf‘ Dieses Streckenangebot war direkt mit dem Ausbau des Radwegs „Roemische Weinstrasse“ zwischen Schweich und Detzem verbunden, eine seitdem ideale Laufstrecke für uns. Mit großen Namen hatten wir dieses Neuangebot von Anfang an aufgemotzt: Herbert Steffny,  PJ  Freiburg, Sieger des Aufgalopps 90  mit  1:19, 29 Std. über die 25 KM, Thomas Eickmann, ASV St. Augustin, in 91 mit 1:21,10 Std., Kurt Stenzel, ASC Darmstadt, in 92 mit 1:19,11 Std. Optimal flach und entsprechend schnell, eine Top –Veranstaltung – in 92 mit LT Mehring, Riol, Fell und Schweich – sollte doch kein Überleben sein, denn mit der Organisation von drei Läufen im Jahr war unsere Opfer– bereitschaft letztendlich doch überfordert. So sollte es zukünftig beim, Zweier – Angebot“ bleiben! 
Die Geschichte der Läufe in Leiwen darf nicht enden ohne ein ehrliches „Dankeschön“ an die vielen unermüdlichen Helfer vor und hinter den Tischen, aus LGM und Turngilde, stets uneigennützig bei der Sache! Nicht zuletzt ein besonderer Dank auch an die Sponsorenschaft, von den Inserenten unserer Ausschreibungen, die unserer Sache zugetan sind, bis zu den direkten Förderern, allen voran die Raiffeisenbank Leiwen, Sport Simons, Trier, Runners Point Trier. Wir hoffen, mit ihrer Hilfe weiterhin der Läuferschar der Region Läufererlebnisse in freundlicher und sportlicher Atmosphäre anbieten zu können.

LGM unterwegs

Laufen zwischen Berlin und New York
oder „Wo liegt Leipzig“?
“
Wann hast Du das letzte mal geheult?“ Ich weiß es noch! 1990 – unter dem Brandenburger Tor, beim ersten Marathon im Neuen Deutschland.
Läufer leben intensiver, Marathon Läufer zumindest, auf jeden Fall solche, die drei oder mehr Stunden unterwegs sind für die 42,2 km! Marathon, dass Maß aller Dinge für den Läufer. Viel ist geschrieben über die Faszination „Marathon“. Es sind dies ohne Frage die Höhepunkte im Läuferleben, nirgendwo sonst liegen Leiden und Triumphieren, Sterben und Siegen näher beieinander, hier kommt der Sieg nach dem Tod! Natürlich richteten sich auch die Ziele der LGM – ler reichlich früh auf die Marathon – Szene, eigentlich zu früh, zumindest nach laufwissenschaftlichen Erkenntnissen. Erst seit 1985 regelmäßig auf den Straßen der Mosel unterwegs, richtete die Ankündigung des 1. Hanse– Marathons Hamburg am 25.Mai 86 in unseren Köpfen Flurschaden an in dem Sinne, dass wir dort unbedingt dabeisein wollten, ohne Ahnung davon, wie weit 42 km eigentlich seien!
Logischerweise verbunden mit einer „Wein – Tour“ wie an der Mosel üblich – wer fährt schon nach Hamburg ohne „vernünftigen“ Grund – stürzten wir uns mutig in das Abenteuer: Steff; Ferdi, Jürgen, Norbert und Albert, dazu Herbert, der allerdings schon Marathon – Profi war. Zum ersten Mal in Hamburg, Stadtbesichtigung, Hafenrundfahrt, schlaflose Nacht und dann der Lauf: Star im Messepark, St. Pauli, Hafenviertel, Binnen – und Außenalster, alles im Fieber – Puls: „Wann kommt der Hammer?“ 35, 40 km, Zieleinlauf am Fernsehturm durch Zuschauer – Spalier, überholen im Slalom: „Geschafft!“ Gänsehaut –  3:37,57  Std. „Was kostet die Welt?“ 
Dies war der Anfang einer Vielzahl von Höhepunkten in der Marathon – Szene, sie zu beschreiben oder 
nachzuempfinden ist hier kein Platz.
München 87 mit dem faszinierenden Einlauf im Olympia – Stadion – Premiere für Uschi und Ewald, Rotterdam 88 mit Bestzeiten, Rosen für die Damen im Ziel, auch für die „tote“ Uschi, die anschließend allein und ohne Pause das Auto nach Hause steuert, drei schlaffe Marathon – Freaks mit Bein – Krämpfen im Gepäck! 
Dann, ebenfalls 88, der Sprung über den Großen Teich, das Marathon –Erlebnis an sich, New York–City–Marathon: Der Traum wird wahr für Jürgen, Matthias und Norbert.
Ein Bild für so viele: Verazzano –Bridge mit Manhattan – Skyline. Worte bleiben Stückwerk im Verhältnis zu den Erlebnissen.
Duisburg 88 mit der verpassten Chance des ersten „Unter–Drei–Stunden–Laufs“ „wer zuviel will, den bestraft das Leben!“
Bonn 89 als Regen – Erlebnis mit Hochwasser in den Schuhen und Springbrunnen zwischen den Zehen und Klaus auf „Wein – Tour“.
Emotionale High–Ligths ohne Frage 1990, das Jahr der Einheit.  „Wo liegt Leipzig?“  wäre 1989 noch eine intelligente Frage gewesen, doch 90 waren wir dabei, im Wohnmobil unterwegs Richtung Osten: Uschi, Ferdi, Ewald und Albert, wei0e Flecken auf unserer Karte im Kopf.
Kopfstein–Pflaster–Piste, Marathon–Läufer in Straßen–Schuhen, Ramschverkäufe von Lauf–Schuhen: Westler pumpen Geld bei Ostlern, fahren Trabi und für 0,20 M Ost mit der Straßenbahn! Heute Marathon – Geschichte. Wir waren dabei. Doch Leipzig war nur der Auftakt unserer neuen Ost–Orientierung: Vereinsfahrt im Sommer nach Prag mit erstem Prag–Marathon, Stadt – Rundlauf historisch mit Ziel – Einlauf auf dem traumhaften Altstädter Markt mit Feuerwehr – Schlauch – Dusche, dann der Erlebnis – Gipfel mit erstem neuem Deutschland – Marathon in Berlin: Mit 25 000 Freaks unterwegs, Platzangst, endlich Luft, Siegessäule umrundet und dann das Brandenburger Tor: Umarmungen, Tänze, Tränen – weiter. Unter der Linden – Alexanderplatz – Potsdammer Platz – Wilder Eber – Kurfürstendamm – Ziel. Zigtausende von Zuschauern, Samba–Tänze und Afro–Trommeln, betäubt taumelst du ins Ziel. Träumst du? Wir waren Zeugen einmaliger Erlebnisse: Ferdi, Jürgen, Uschi und Albert.

Fortsetzung folgt …

LGM on Tour
Der Mensch lebt nicht vom Laufen allein
oder
“Was tut ein Läufer, wenn er mal nicht läuft?“
„Er säuft“, heißt es unter Läufern oft. Man kann das alles natürlich auch viel netter ausdrücken: er beschäftigt sich mit den schönen Dingen des Lebens, also doch „Wein – Weib – Gesang?“
trinken
In der Tat haben wir eine recht intensive Beziehung zu den genannten Freuden, und Gelegenheiten gibt es genügend. Da ist zunächst das Fläschchen Bier zur schnellen Belohnung nach dem Lauftraining unter der Dusche, da sind die vielen kleinen flüssigen Anerkennungen nach jedem Zehner zwischen Luxemburg und Traben – Trarbach, zwischen Gerolstein und Marpingen, sozusagen Wettkampf – Regenerationsnahrung flüssig, zur schnellen Wiederbelebung nach dem Straßen – Stress. Sehr beliebt sind die vielen Lust – Aktivitäten im Lauf des Jahres, seien es Wanderungen, Weinproben, Helfertage, runde Geburtstage, nicht zuletzt der vereinsinterne Silversterlauf mit Schnaps Station unterwegs und anschließendem Hüttengaudi im Bachtal, sie alle dienen dem Ausbau der zwischenmenschlichen Beziehungen und machen den Verein zu einem lebendigen Organismus. Dieses Lob muss man in besonderer Weise den Mitgliedern des Vorstands zollen, die sehr gut harmonieren, wie ich denke und hoffe, zum Wohl des Ganzen.
Als absolute High – Lights des Vereinslebens aber dürfen die jährlichen viertägigen Trainingslager gelten, die uns im Frühsommer in jeweils andere, aber immer interessante Landschaften führen. Hier wird auf rustikale Weise als Groß – Familie gehaust: Laufen und Lachen, Singen und Spielen, Wandern, Essen und Trinken
flaschen
füllen die Tage und die Nächte …“ sind nicht allein zum Schlafen da!“ 
Aber auch das Kennen lernen von Land und Leuten sind und waren uns immer wichtig! Wer erinnerte sich nicht gern an Gebirgswanderungen im Montafon oder auf Rennsteig – Pfaden im Thüringer Wald? Wer dächte nicht – zumindest im Nachhinein – mit Begeisterung an die schweißtreibenden Bergläufe in Oberjoch, Schramberg oder Remiremont zurück? Wer schwärmte nicht noch heute von den Hüttenabenden in Silbertal, Schwarzwald oder Schönbuch, wo „Tannenzäpfchen“, Spätburgunder und natürlich Riesling in Strömen flossen, wo jugendbewegte Lieder Zeit und Raum vergessen machten? Wandervogel – Emotion natürlich auch dabei! 
Aber auch so manches intensive Gespräch über den Alltag hinaus war hier immer möglich auf langen Wanderungen. Sollte der Leser hier mit mir ins Schwärmen geraten sein, sollte hier etwas von diesen Begegnungen der anderen Art übergesprungen sein, dann ist etwas von diesem Geist erfahrbar geworden, der diese Touren bestimmt.
Als bunte Flecken in der Aktionsvielfalt der LGM zwischen Januar und Dezember möchten wir die Erlebnisse und Erfahrungen vor, neben und nach dem Laufen einfach nicht missen, sie gehören nach unserem Vereinsverständnis als einem sozialen Spannungs– und Bewährungsfeld wesentlich dazu. Der Sport ist dabei Motivation und Medium zugleich.

LGM – Photoalbum

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